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Albanien

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Albanien Artikel

Republika e Shipërisë
Republik Albanien
Albanien Beschreibung Albanien Beschreibung
(Details) (Details )
Amtssprache Albanisch
Hauptstadt Tirana
Staatsform Republik
Präsident Alfred Moisiu
Regierungschef Fatos Nano
Fläche 28.748 km²
Einwohnerzahl 3.544.808 (Juli 2004)
Bevölkerungsdichte 123,3 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit am 28.11 1912 vom Osmanischen Reich
Währung Lek
Zeitzone MEZ (UTC+1)
Nationalhymne Hymni i Flamurit
Kfz-Kennzeichen AL
Internet-TLD .al
Vorwahl +355
Albanien Beschreibung
Albanien Beschreibung

Albanien (albanisch: Shqipëria) ist ein Staat in Südosteuropa. Er grenzt in dem Norden an Montenegro, in dem Nordosten an Kosovo, in dem Osten an Mazedonien und in dem Süden an Griechenland. Die natürliche Westgrenze wird durch die Küsten der Adria und des Ionischen Meeres gebildet, wodurch das Land zu den Anrainerstaaten des Mittelmeers zählt. Nationalfeiertage sind am 28. und 29.11 (Unabhängigkeitstag und Tag der Befreiung 1944).

Inhaltsverzeichnis
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Geographie

Mit seiner Fläche von 28.750 Quadratkilometern ist Albanien etwas größer als das deutsche Bundesland Hessen und hat mit rund 3,5 Millionen Einwohnern etwas weniger Bevölkerung als Sachsen.

Albanien besitzt an der Adria und am Ionischen Meer 362 Kilometer Küstenlinie. In dem Süden (Straße von Otranto) ist die albanische Küste ca. 71 Kilometer von Italien entfernt.

Mehr als zwei Drittel des albanischen Staatsgebiets werden von Bergland und zu dem Teil von Hochgebirgsregionen eingenommen. Vom Shkodrasee in dem Norden bis nach Vlora in dem Süden erstreckt sich eine zu dem Teil ca. wenige Kilometer breite Schwemmlandebene entlang der Küsten. Teile davon sind Sumpfgebiet. Da ca. die Täler, das Hügelland und Teile der Küstenebene für eine dichtere menschliche Besiedlung geeignet sind, ist in diesen Regionen die Bevökerungsdichte relativ hoch, während andere Teile des Landes fast unbewohnt sind. Höchster Berg Albaniens ist mit 2764 m der Korab (Mali Korabit), nordöstlich von Peshkopia direkt an der Grenze zu Mazedonien gelegen.

Albanien Beschreibung
Albanien Beschreibung
Klimadiagramm Tirana

In Albanien herrscht ein subtropisch-mediterranes Winterregenklima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 16° C und einer Jahresniederschlagssumme von knapp 1200 mm. Zwei Sommermonate sind arid. Die nördlichen und östlichen Bergregionen weisen harte Winter auf.

Alle bedeutenden Flüsse Albaniens münden in die Adria. Der Weiße Drin entspringt aus dem Ohridsee, fließt nordwärts durch Mazedonien und tritt nördlich von Debar (Dibra) auf albanisches Gebiet über. Bei der nordalbanischen Stadt Kukës vereinigt er sich mit dem aus dem Kosovo kommenden Schwarzen Drin. Der Drin fließt dann in westlicher Richtung durch mehrere große Stauseen und mündet nach einem Lauf von 282 Kilometern bei Lezha in die Adria. Die anderen größeren albanischen Flüsse Mat , Shkumbin, Devoll und Vjosa (in ihrer Nennung von Nord nach Süd) fließen mehr oder weniger direkt in westlicher Richtung der Adria zu, wobei sie alle Bergketten durchbrechen.

Siehe auch: Städte in Albanien== Verkehr ==

Die Verkehrsgeographie Albaniens ist vor allem durch das Relief das Landes bestimmt. Die Straßen folgen in dem Wesentlichen den Flusstälern, haben aber an verschiedenen Stellen auch hohe Pässe zu überwinden. Die überragende Bedeutung der Hauptstadt spiegelt sich auch in dem Staßennetz wieder. Die allermeisten Fernstraßen führen nach Tirana.

Die ersten modernen Straßen wurden 1939-1942 von den italienischen Besatzern gebaut. Dazu gehört zu dem Beispiel die Strecke Tirana - Elbasan. Unter der kommunistischen Herrschaft ist das Verkehrsnetz ca. unzureichend entwickelt worden. Allerdings wurde auch der Bedarf künstlich niedrig gehalten, denn Kraftfahrzeuge in Privatbesitz waren bis 1990 nicht gestattet und die schwache Ökonomie des Landes benötigte ebenfalls ca. relativ kleine Transportkapazitäten. Die Straßenverhältnisse sind in dem Allgemeinen noch schlecht, aber mit Mitteln des Balkan-Stabilitätspakts konnten einige wichtige Fernstraßen saniert werden. Dazu gehört die wichtige mittelalbanische Route durch das Shkumbintal, die Elbasan mit Pogradec, Korça und Mazedonien verbindet. Auch die Strecke von Korça zur griechischen Grenze wurde ausgebaut. Die erste Autobahn (Tirana - Durrës) wurde erst in dem Jahr 2 Tausend fertiggestellt. Ein Abzweig von dieser Schnellstraße verbindet neuerdings auch das nördlicher gelegene Laç mit der Hauptstadt.

Alle albanischen Eisenbahnlinien wurden nachdem Zweiten Weltkrieg gebaut, häufig in "Freiwilligen-Einsätzen" der Bevölkerung und Studenten. Das Zentrum des Eisenbahnverkehrs ist die Hafenstadt Durres. In Betrieb sind heute die Linien Durrës - Tirana, Durrës - Elbasan - Pogradec, Durrës - Shkodra und Durrës - Vlora. Ca. für den Güterverkehr wiederöffnet ist die Strecke von Shkodrains benachbarte Montenegro. Geplant ist der Bau von Bahnlinienins Kosovo und nach Griechenland. Ferner beZieligt man - sobald die Finanzierung geregelt ist - den Kauf moderner Dieseltriebzüge.

Der wichtigste albanische Hafen befindet sich an der Adria in Durrës, weitere in Shëngjin und Vlora. Von Durrës oder Vlora bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Brindisi, Bari, Ancona und Triest in Italien sowie nach Igoumenitsa und Patras in Griechenland. Vom südalbanischen Saranda ist Korfu mit der Fähre zu erreichen

Der einzige Zivil-Flughafen Albaniens, der seit Kurzem den Namen Mutter Teresa trägt (ehemals Rinas), liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt. Die nationale Fluggesellschaft Albanian Airlines fliegt in die Nachbarländer und nach Deutschland. Fluggesellschaften aus Südosteuropa und einigen wenigen westeuropäischen Ländern haben Tirana als Destination.

Buch-Tipp: Albanien. Basisinformationen und Diskussionsaspekte "Albanien ist lediglich ein geographischer Begriff. . . . . " (Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck auf dem Berliner Kongreß von 1878) In der zweiten, überarbeiteten und aktualisierten Auflage des aus der "Beckschen Reihe Länder" stammenden 203seiten Softcover-Buches wird das Balkanland Albanien in fünf...

Bevölkerung

Albanien ist ethnisch der bei weitem homogenste Staat auf dem Balkan. Über 95 % der Bevölkerung sind Albaner. In dem Süden des Landes gibt es eine größere griechische Minderheit, kleinere Gruppen sind Mazedonier und Vlachen (Aromunen).

Die Albaner gliedern sich in die zwei großen Gruppen Gegen und Tosken , die sich nicht ca. sprachlich sondern auch kulturell unterscheiden. Während die Tosken in der Südhälfte des Landes viel stärker von der orientalisch-städtischen Kultur des Osmanischen Reiches beeinflusst wurden, dominierte in dem gegischen Norden bis in das 20. Jahrhundert hinein eine archaische Stammeskultur das Leben der Menschen. (Eine Ausnahme bildet die wichtige nordalbanische Stadt Shkodra, die bis in das 15. Jahrhundert hinein längere Zeit venezianisch beherrscht war; hier prägten der Katholizismus und die Verbindungen nach Italien auch später noch die Mentalität der Bewohner.) Wenn auch in kommunistischer Zeit ein Urbanisierungs- und Industrialisierungsprozess einsetzte, so wohnte doch die große Mehrheit der Albaner vor 1990 noch auf dem Land. Das prägt die Mentalität vieler Menschen bis heute auch in den Städten, denn wenn sie nicht erst selbst in die Stadt gezogen sind, so waren es ihre Eltern und in jedem Fall haben sie nahe Verwandte, die noch stets von der Kleinlandwirtschaft leben. Ein traditionelles Bürgertum ist in Albanien stets sehr rar gewesen. Moderne bürgerliche Kultur gab es Anfang des 20. Jahrhunderts ca. in Shkodra, Korça und Gjirokastra. (In den zwanzigern Jahren kam Tirana wegen seiner Hauptstadtfunktion dazu). Die Kommunisten lehnten das bürgerliche Selbstbewusstsein dieser Städte naturgemäß ab und zerstörten die bürgerlichen Kulturleistungen nach 1945 weitgehend.

Die Zeit nach der Wende von 1990 brachte große demographische Verschiebungen. Zu dem einen emigrierten Hunderttausende Albaner legal oder illegal nach Italien, Griechenland, in andere Staaten der EU und nach Nordamerika, zu dem anderen verzeichneten die Hauptstadt Tirana und die Hafenstadt Durrës enormen Zuwachs aus der Binnenwanderung. (Tirana von 1990 250 Tausend Einwohnern auf heute weit über 600.000). Das Land und auch nicht wenige Kleinstädte veröden dagegen regelrecht. In den nächsten Jahren werden hunderte Dörfer wüst werden. Hatten die Albaner vor 1990 die höchste Geburtenrate Europas (Verhütungsmittel waren verboten), so ist sie jetzt auf den europäischen Durchschnitt von etwas weniger als zwei Kindern pro Frau gesunken. Das und die anhaltende Abwanderung bewirkt eine rapide Alterung der albanischen Bevölkerung, die aber angesichts der stark vertretenen Generation der 15-30jährigen noch nicht so zu spüren ist.

Buch-Tipp: Das ewige Leben der Albaner Ein sehr facettenreiches Porträt über ein Land am Rand der Welt Es ist der Debütroman, der heute in Paris lebenden Ornella Vorpsi. Die 1968 in Tirana geborene Autorin flüchtete 22 jährig nach Italien. In den Episoden dieses Buches berichtet uns Ornella Vorpsi von einem heranwachsenden jungen Mädchen in einem der fremdartigsten Staaten Europas....

Religion

Ungefähr 40 % der Albaner zählen sich zu den Sunniten, 20 % zu den Bektaschi, weitere 20 % zu den orthodoxe Christen und etwa 10 % zu den Katholiken. Die restlichen 10 % nennen sich als Atheisten oder gehören anderen Religionen - insbesondere christlichen Freikirchen an. Die Mehrheit der Albaner hat sich hingegen nicht offiziell zu einer Religion bekannt. Sehr viele begründen ihre Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft durch die Religion ihrer Eltern oder Großeltern. Das hat damit zu tun, dass die Kommunisten Albanien 1968 zu dem atheistischen Staat erklärt hatten. Jegliche Religionsausübung war bis 1990 verboten.

Vor dem 2. Weltkrieg bekannten sich etwa 70 % der Bevölkerung zu dem Islam. 20 % waren damals orthodox, darunter praktisch alle Angehörigen der ethnischen Minderheiten. Etwa zehn % gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Die Katholiken leben traditionell in dem Nordwesten des Landes und sind heute auch in den Städten Mittelalbaniens anzutreffen. Die Orthodoxen sind in Südalbanien stark verbreitet. Der Islam konnte in den Küstengegenden Mittelalbaniens am stärksten Fuß fassen. Muslime sind in allen Landesteilen anzutreffen. Heute sind ca. die Grenzgebiete zu Kosovo fast ausschließlich von Angehörigen einer einzigen Religion, des sunnitischen Islams, bewohnt.

Lässt man die Bekenntnislosen außer acht, haben sich die Verhältnisse zu Gunsten der Christen und besonders der westlichen Kirchen verschoben. Einerseits haben gerade unter den Katholiken relativ viele auch in der Zeit der kommunistischen Verfolgung an ihrem Glauben festgehalten, so dass es der katholischen Kirche nach 1990 mit italienischer Hilfe leichter fiel, sich zu reorganisieren. Andererseits wählten viele bewusst oder unbewusst das Christentum, weil es kulturell mit dem Westen verbunden ist. So hat nicht ca. die katholische Kirche Zuwachs, sondern auch die in dem Land aktiven protestantischen Kirchen und Sekten verzeichnen zahlreiche Eintritte. Weniger dynamisch war die Entwicklung des Islam. Zwar kam viel Unterstützung aus Arabien und es wurden zahllose Moscheen errichtet. Die strenge wahabitische Ausrichtung der arabischen Helfer stieß bei den Albanern aber auf wenig Resonanz. Gleiches gilt für die Missionsversuche schiitischer Mullahs aus dem Iran.

Wie schon in den Zeiten vor dem Religionsverbot ist die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz unter den Anhängern der alteingesessenen Religionen sehr hoch. Zu dem Teil werden religiöse Feste gemeinsam gefeiert und auch religiöse Stätten anderer Gemeinschaften aufgesucht. Selbst Ehen zwischen Christen und Muslimen sind für beide Seiten kein Problem und in Albanien an der Tagesordnung. Gewisse fundamentalistische Tendenzen lassen sich allenfalls bei den protestantischen Sekten feststellen.

Zur Religion in Albanien siehe auch:

Buch-Tipp: Der Mann, der Enver Hodscha war Mehr als ein guter Reisebericht Dieses Buch ist grossartig. Kaum hatte ich damit angefangen, fiel es mir wirklich schwer es wieder aus der Hand zu legen. Die Geschichte ist spannend und hervorragend geschrieben. Nachdem ich schon mehrmals in Albanien war, hat dieses Buch dennoch noch viel für mich getan, um Land und Leute besser zu verstehen. ...

Die ethnischen Minderheiten und ihre Siedlungsgebiete

Die Griechen leben in den südalbanischen Distrikten Saranda, Delvina, Gjirokastra und Vlora. Zu dieser Minderheit gehören heute trotz einer großen Emigrationsbewegung nach Griechenland etwa 66 Tausend Menschen (Atlas der albanischen Bevölkerung, Tirana 2003). Die Griechen waren schon zu kommunistischen Zeiten als ethnische Gruppe offiziell anerkannt und sie haben in dem heutigen Albanien keinerlei direkte Nachteile zu erleiden. Sie haben eigene Schulen (soweit genügend Schüler vorhanden sind für griechischsprachige Klassen), an der Universität von Gjirokastra werden Unterrichtsgänge angeboten, es gibt griechische Radio-Sendungen und auch mit den Lokalbehörden kann Griechisch kommuniziert werden. So ist denn ihre Abwanderung vor allem durch die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse motiviert. Seit den 1990er Jahren ist zu beobachten, dass sich stets mehr Menschen in dem Süden Albaniens als Griechen bekennen und sogar ihren muslimischen Namen gegen einen christlichen tauschen. Das hat damit zu tun, dass ethnische Griechen bedeutend leichter ein Einreisevisum für das EU-Nachbarland bekommen.

Die albanischen Mazedonier siedeln kompakt in der Gemeinde Liqenas am Prespasee, welcher teilweise auch zu Mazedonien und Griechenland gehört. Die etwas über 4 Tausend Einwohner der Gemeinde sind fast alle Slawen. Sie haben eigene Schulen. Unter anderem besteht in dem Hauptort der Gemeinde das einzige mazedonischsprachige Gymnasium Albaniens. In der nahe gelegenen Kreisstadt Korça leben über 1 Tausend Mazedonier, die alle ursprünglich aus Liqenas stammen. Kleinere slawische Gruppen gibt es in der Umgebung von Korça, bei Pogradec, in der mittelalbanischen Stadt Elbasan, in Tirana sowie in einigen Dörfern zwischen Peshkopia und Maqellare nahe dem Dreiländereck mit Kosovo und Mazedonien. Insgesamt wird die Zahl der Mazedonier in Albanien 20 Tausend nicht überschreiten.

Die Vlachen oder Aromunen leben vorwiegend in Korça (wo sie eine eigene große orthodoxe Kirche haben) und dem nahe gelegenen Voskopoja. Sie finden sich in kleineren Gruppen über ganz Südalbanien verstreut. Ein Teil von ihnen lebt auch in Tirana und Elbasan. Über ihre Gesamtzahl liegen keine sicheren Angaben vor.

Buch-Tipp: Der Palast der Träume. Drei weiße Füchse auf der Moschee oder die furchtbare Gewalt des Außerwirklichen Der Tabir Saray, der Palast der Träume, ist eine ebenso geheimnisvolle und furchterregende wie mächtige Institution in dem osmanischen Großreich. Von seinen zahlreichen Außenstellen werden selbst aus den entferntesten Winkeln des Reiches die Träume der Untertanen...

Politik

Der albanische Staat ist eine parlamentarische Republik. Gesetzgeber ist der Volkskonvent (Kuvendi popullor), dessen Abgeordnete alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlrecht für das albanische Parlament weist dabei große Ähnlichkeiten mit dem deutschen Wahlrecht für den Bundestag auf. Es werden 100 Wahlkreismandate per Mehrheitswahl vergeben, die restlichen 40 Mandate entfallen nachdem Proporz auf von den Parteien aufgestellte Listen. Staatsoberhaupt Albaniens ist der vom Parlament auf fünf Jahre gewählte Präsident (zur Zeit: Alfred Moisiu). Die dem Parlament verantwortliche Regierung wird vom Ministerpräsidenten geführt. Dieser erbezeichnet die Minister, die vom Präsidenten bestätigt werden müssen. Sodann hat sich die Regierung der Vertrauensabstimmung in dem Parlament zu stellen. Albanien hat vor einigen Jahren ein Verfassungsgericht nach deutschem Muster eingerichtet, das sich in den politischen Krisen der jüngsten Zeit als stabilisierender Faktor erwiesen hat. Die derzeit gültige Verfassung wurde am 28. November 1998 durch eine Volksabstimmung angenommen.==Verwaltungsgliederung== Albanien ist in 12 Präfekturen (prefektura resp. qarqe) und diese in 36 Kreise (rrethe'=Raete') eingeteilt. Die Kreisräte werden direkt gewählt. Die Regierung erbezeichnet die Präfekten.

Die 36 Kreise Albaniens
(in Klammer die Präfektur, zu der der Kreis gehört)

  1. Berat (Präfektur Berat)
  2. Bulqiza (Präfektur Dibra)
  3. Delvina (Präfektur Vlora)
  4. Devoll (Präfektur Korça)
  5. Dibra (Präfektur Dibra)
  6. Durrës (Präfektur Durrës)
  7. Elbasan (Präfektur Elbasan)
  8. Fier (Präfektur Fier)
  9. Gjirokastra (Präfektur Gjirokastra)
  10. Gramsh (Präfektur Elbasan)
  11. Has (Präfektur Kukës)
  12. Kavaja (Präfektur Tirana)
  13. Kolonja (Präfektur Korça)
  14. Korça (Präfektur Korça)
  15. Kruja (Präfektur Durrës)
  16. Kuçova (Präfektur Berat)
  17. Kukës (Präfektur Kukës)
  18. Kurbin (Präfektur Lezha)

 
 

  1. Lezha (Präfektur Lezha)
  2. Librazhd (Präfektur Elbasan)
  3. Lushnja (Präfektur Fier)
  4. Malësia e Madhe (Präfektur Shkodra)
  5. Mallakastra (Präfektur Fier)
  6. Mat (Präfektur Dibra)
  7. Mirdita (Präfektur Lezha)
  8. Peqin (Präfektur Elbasan)
  9. Përmet (Präfektur Gjirokastra)
  10. Pogradec (Präfektur Korça)
  11. Puka (Präfektur Shkodra)
  12. Saranda (Präfektur Vlora)
  13. Shkodra (Präfektur Shkodra)
  14. Skrapar (Präfektur Berat)
  15. Tepelena (Präfektur Gjirokastra)
  16. Tirana (Präfektur Tirana)
  17. Tropoja (Präfektur Kukës)
  18. Vlora (Präfektur Vlora)

Albanien Beschreibung

Buch-Tipp: Der zerrissene April. Hochspannung mit Lerneffekt Ismail Kadare nimmt den Leser mit auf eine Reise. Landschafts- und Personenbeschreibungen lassen den Leser in die Welt des Hochlandes eintauchen und an dem Geschehen teilhaben. Es geht um die Blutrache. Ein junger Mann hat gerade den Tod seines Bruders gerächt und findet sich nun in einer ausweglosen Situation wieder....

Wirtschaft

Das reale Wachstum des Bruttosozialprodukts stieg 2002 um 4,7%, in dem Jahr 2003 um weitere 6,0 %. Die Arbeitslosigkeit sank von 15,8 Prozent in dem Jahr 2002 auf 15,2 Prozent in 2003 und befindet sich damit weiter auf hohem Niveau. Überdies geben die offiziellen Zahlen nicht annähernd den hohen Grad der Unterbeschäftigung auf dem albanischen Arbeitsmarkt wieder. So gelten zu dem Beispiel die Angehörigen von Kleinbauernfamilien nicht als arbeitslos, auch wenn ein halbes Dutzend erwachsene Familienangehörige zusammen kaum zwei bis drei Hektar Land bebauen.

Zwar machen die Privatisierung und der Ausbau des rechtlichen Rahmens weitere Fortschritte, gleichwohl bestehen gravierende strukturelle Probleme weiter: Das Wirtschaftswachstum beruht zu dem großen Teil auf Überweisungen der internationalen Geber und der in dem Ausland lebenden Albaner sowie auf Bautätigkeit zwecks Geldwäsche aus illegalen Einkommen. Für 2004 prognostiziert der IWF ein Wachstum von 6 Prozent bei einer Inflationsrate zwischen 2 Prozent und 4%.

Nach einem Bericht des Guardian Weekly vom April 2004 ist Albanien das Land mit der höchsten Umweltverschmutzung in Europa. Es gibt eine starke Wasser-, Boden- und Luftverschmutzung durch die Altlasten der Industrie. Der Anstieg der Luftverschmutzung in den letzten Jahren hat seine Ursache jedoch in dem Zuwachs an Automobilen, die meist als Gebrauchtwagen aus dem Westen eingeführt werden. Hierbei werden wegen der schlechten Beschaffenheit des Straßenbelags häufig alte robuste Dieselfahrzeuge der Marke Mercedes Benz bevorzugt.

Buch-Tipp: Die Brücke mit den drei Bögen. Pendelspiel zwischen Parabel, Gleichnis und Historie Ein grossartiges Buch. Es war kaum möglich, diesen Roman weg zu legen, was nicht stets ein Qualitätskriterium ist. Das Buch hat krimiartige Züge, der Ausdruck "Wirtschaftskrimi" jedoch ist zu schwach. Das Buch ist eine allgemeingültige Parabel auf das sinnlose Streben und Mühen der Menschen,...

Kultur

Einer der bekanntesten modernen albanischen Schriftsteller ist Ismail Kadare.

Buch-Tipp: Die albanische Braut. Eine bildhafte Sprache . . . Dieser Roman wurde sozusagen in einem Atemzug geschrieben, aber auch das Lesen erfolgt in einem Atemzug. Die Sprache ist reich an Wortschatz und klar, es ist eine bildhafte Sprache, mit weiten lyrischen Passagen. . . Auf dem Gebiet der Romanprosa die in Albanien entsteht, ist dieser Roman ohne Zweifel eine überraschung,...

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Albaniens

    • vom 15. Jahrhundert an ist Albanien fast 500 Jahre unter osmanischer Herrschaft.
    • 1912 Unabhängigkeit nachdem Ersten Balkankrieg
    • 1914 Verlust der Unabhängigkeit in dem Ersten Weltkrieg. Bis 1918 ist Albanien von den kriegführenden Mächten besetzt.
    • 1919-1924 Nachkriegswirren. Unter Fan Noli gescheiterter Versuch zur Errichtung einer demokratischen Republik
    • 1925-1939 autoritäre Herrschaft des Ahmed Zogu , der sich 1928 zu dem König proklamiert. Zunehmende Abhängigkeit vom faschistischen Italien
    • 1939 italienische Okkupation
    • 1939-1944 Partisanenkrieg gegen die italienischen und später deutschen Besatzer
    • 1944 Befreiung von der faschistischen Fremdherrschaft und Errichtung der kommunistischen Diktatur unter Enver Hoxha
    • 1944-1948 Bündnis mit dem Jugoslawien Titos
    • 1948 Bruch mit Jugoslawien, Anlehnung an die Sowjetunion
    • 1949 Gründungsmitglied des RGW
    • 1955 Mitglied in dem Warschauer Pakt
    • 1967 Totales Religionsverbot. Albanien wird der erste "atheistische Staat".
    • 1968 Austritt aus dem RGW und dem Warschauer Pakt. Albanien bleibt auf stalinistischem Kurs. Einige Jahre besteht ein Bündnis mit China, zunehmende Selbstisolation des Landes.
    • 1990 Sturz des kommunistischen Regimes. Massenauswanderung der Albaner beginnt. Der Transformationsprozess läuft schleppend und ohne große Erfolge.
    • 1995 Aufnahme am 10.07 als 35. Mitglied in dem Europarat.
    • 1996/97 Unruhen und Zusammenbruch der staatlichen Strukturen.
    • 1997 Friedensmission der OSZE
    • 1999 Aufnahme zehntausender Flüchtlinge aus dem Kosovo
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